GTI-Mails.de - Verkauf

Lieber Leser,

jeder Unternehmer will Gewinne erzielen. Ist das auf Dauer nicht möglich, müssen Verluste aus privaten Mitteln ausgeglichen werden oder eine Geschäftsaufgabe wird unumgänglich. Oft wird versucht, ein laufendes Projekt an einen Nachfolger zu übergeben, um es weiter bestehen zu lassen und sicherlich auch, um einem Total-Verlust vorzubeugen.

Der Verkauf von GTI-Mails.de


Die Paid4-News hatten zwei Mal in Newslettern über GTI-Mails berichtet (Newsletter vom 16.10.2011 und 18.03.2012), in denen die Unzulänglichkeiten - vor allem hinsichtlich pünktlicher Auszahlungen - beanstandet wurden. Im Verhältnis zur Größe dieses Paidmail-Dienstes hatten sich sehr große Auszahlungs-Rückstände angesammelt, was wohl auch den Hintergrund darstellte, warum Admin Stefan O. sein Portal vor etwas über einem Jahr schon einmal veräussern wollte (Kurzmitteilung vom 11.05.2012). Dieser Versuch scheiterte anscheinend wegen der immensen Überschuldung, die das Portal zu diesem Zeitpunkt verzeichnete.

Stefan O. musste also etwas unternehmen, um seinen Dienst in einem besseren Licht erscheinen zu lassen. Er überlegte sich ein Sanierungs-Konzept, das unter anderem vorsah, dass die User auf Teile Ihres Guthabens verzichten sollten. Dieses Konzept zeigte Wirkung, und noch vor 3 Monaten sah es so aus, als hätte GTI-Mails die Kurve gekratzt. Die Auszahlungs-Rückstände wurden größtenteils abgebaut; eine durchaus beachtliche Leistung, immerhin handelte es sich um fast 2000 Euro. Entsprechend war die Resonanz in der User-Meinung, auch die Paid4-News bescheinigten noch im März dieses Jahres in den Kurznachrichten, dass sich GTI-Mails auf gutem Kurs befände.

Mit dem nun überraschend angekündigten Verkauf und dem gleichzeitigen Versetzten des Dienstes in den Wartungsmodus wird allerdings deutlich, dass der angestrengte Abbau der offenen Auszahlungen wohl in erster Linie ein taktischer Schachzug war, um den Verkauf dieses Mal besser über die Bühne bringen zu können. In Anbetracht einer öffentlichen Stellungnahme von Stefan O. einem Mitglied gegenüber (Zitat aus einem Threat des PrimusPortales: "...schicke mir deine kontodaten und deine az-betrag, denn bekommstes eben schmertlich aus privater hand, heisst aber nicht, das jetz jeder anspruch meine paar privatkröten hat.") kann nicht angenommen werden, dass weitere Investitionen privater Geldmittel vorgesehen wurden, um die Sanierung und ein definitiv beabsichtigtes Weiterführen des Dienstes zu unterstützen.

Nun scheint es so weit gekommen zu sein, dass Stefan O. GTI-Mails um jeden Preis loswerden will - er führt Zeitmangel als Grund auf - und daher GTI-Mails auch auf eBay zur Versteigerung ausgeschrieben hat. Abgesehen davon, dass dies den Datenschutz-Richtlinien von eBay widerspricht (Userdaten dürfen auf diesem Wege nicht veräussert werden !), wirft es kein gutes Licht auf die mutmaßlichen Absichten des Noch-Admins, sobald die bisherigen Sanierungsschritte einer kritischen Betrachtung unterzogen werden.

Stefan O. senkte die Auszahlungsgrenze, richtete jedoch ein monatliches Auszahlungs-Kontingent ein, das nicht überschritten werden durfte (eine Vermeidung von privaten Zuschüssen ?). In der Folge kamen viele geringere Guthaben zur Auszahlung, was sich eben als positiv in den Mediadaten niederschlug, höhere Beträge aber hätten das festgelegte Kontingent gesprengt, und daher wurde den Usern mit höheren Guthaben bisher die Auszahlung verweigert. So sammelte sich alleine bei den Guthaben der Top-Ten eine Gesamtsumme von ca. 700 Euro an, das gesamte User-Guthaben beläuft sich mittlerweile auf über 3200 Euro. Bei knapp über 300 Mitgliedern sind das immerhin durchschnittlich über 10,00 Euro, also auch oberhalb der geltenden Auszahlungsgrenze.

Gebote sind auf eBay bereits zu verzeichnen, ein potenzieller Käufer handelt sich mit dem Kauf also auch über 3200 Euro an Verbindlichkeiten mit ein. Durch die Begrenzung des Auszahlungs-Kontingentes konnten die höheren Summen bis dato gar nicht zur Auszahlung beantragt werden, gehen also entsprechend zu Lasten des potentiellen Käufers.

Daher ist es auch fraglich, ob ein neuer Besitzer diesen Verpflichtungen gegenüber den Mitgliedern nachkommen wird - die Wahrscheinlichkeit, dass ein erfahrener Admin einen Paidmail-Dienst mit einer derartigen "Latte von Schulden" weiterführen will, ist als sehr gering einzuschätzen. Was bliebe, wäre ein unerfahrener Betreiber, der GTI-Mails kaum zu neuer Blüte treiben würde, oder der wohl normalste Fall im Paid4: Die User gehen letztendlich leer aus. Inwieweit ein Bieter nur an den User-Daten interessiert sein könnte, vermögen die Paid4-News nicht abzuschätzen, der Verkauf auf eBay zumindest ist Stefan O. als definitiv unseriöses Gebaren vorzuwerfen. Stefan O. sucht demnach offensichtlich den "Turboschnellen Ausstieg" um jeden Preis - der Wartungsmodus lässt auf nichts Gutes schließen, da weitere Logins ebenso unmöglich sind wie Auszahlungs-Anträge oder die Anfertigung von Screenshots des eigenen Guthabens.

In diesem Zusammenhang sollten Sie, lieber Leser, nochmals den letzten Sonntags-Newsletter aufrufen, vielleicht können Sie - besonders als Mitglied von GTI-Mails - darin ein paar Anregungen finden...

Freundlichst grüßt Sie

Frank Gruler
Phantom_01

Quelle : Paid4-News ( Bei Paid4-News anmelden )





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