Vorgehensweise gegen Abzocke

Lieber Leser,

von spektakulären Geschehnissen im Paid4 kann derzeit kaum berichtet werden. Dennoch entstehen weiterhin neue Paidmail-Portale, ebenso wie (noch mehr) bestehende wenig Aktivität an den Tag legen. Diese Portale werden von den Besitzern quasi weiter mitgeschleppt, ohne dass eine weitergehende Planung für welche Richtung auch immer ersichtlich wäre. Logischerweise betrifft das meist auch die Auszahlungen, etliche User können sich des Eindruckes nicht erwehren, geprellt worden zu sein, und dies möglicherweise beabsichtigt oder zumindest durch eine Gleichgültigkeit der Administration gegenüber den registrierten Mitgliedern.

Vorgehensweise gegen Abzocke


Sie kennen das: Die beantragte Auszahlung lässt auf sich warten, diesbezügliche Anfragen an den Admin werden nicht beantwortet, mitunter erfährt man über andere User oder in Blog-Beiträgen, dass man nicht der einzige Betroffene ist. Welche Möglichkeiten gibt es nun, doch noch an das mühsam verdiente Geld zu kommen ? Nach fruchtlosen Versuchen, sich mit dem Admin in Verbindung zu setzen, um eine Einigung über den Ablauf der Auszahlung zu erzielen, bleiben einem das Inkasso und die gerichtliche Beitreibung mittels eines beantragten Mahnbescheides. Sofern sich der beklagte Admin nicht bereits in Privat-Insolvenz befindet, sollten diese Maßnahmen einen Erhalt des Geldes nach sich ziehen. Die Kosten für das Inkasso oder den gerichtlichen Mahnbescheid sind dabei im Voraus zu begleichen, bei einem Erfolg erhält man diese Kosten vom Admin (zwangsweise) zurück erstattet. Befindet sich der Admin bereits in Privat-Insolvenz, bleibt man aber leider auf diesen vorab ausgelegten Kosten sitzen.

Leider lassen sich auch Fälle vorweisen, in denen ein Admin bewusst seine Privat-Insolvenz dazu verwendet, sich vor Auszahlungen zu drücken. Ist hier eine Absicht ersichtlich, vor allem, wenn bei allen Usern Zahlungen systematisch verweigert werden, darf ein solches Verhalten durchaus als Betrug gewertet werden. Auch hiergegen kann man vorgehen, wenngleich man sich darüber in Klaren sein muss, dass der damit verbundene Aufwand ebenfalls nicht immer zum Erfolg führen wird. Eine Anzeige kann dennoch lohnen, schon alleine der Chance wegen, dass einem nachweislich unseriösen Betreiber damit ein Verbot für das weitere Betreiben seines abzockenden Dienstes auferlegt wird.

Es ist keinesfalls schwer, eine Anzeige zu erstatten, denn das kann auch "bequem" vom Schreibtisch aus erledigt werden. Zun&¨chst sucht man sich die eMail-Adresse der für den Admin (Impressum) zuständigen Kriminalpolizei-Stelle heraus und formuliert dann eine schriftliche Anzeige, die man als eMail versenden kann. Es sollten allerdings Mindest-Standards beachtet werden, damit es der zuständige Beamte möglichst einfach hat, mit den übermittelten Sachverhalten etwas anzufangen - jede ungeplante Mehrarbeit ist bekannter Weise nicht das Lieblingskind von Menschen, die auch den Erfordernissen der Bürokratie dienlich sein müssen.

Sie sollten also in Ihrer Mail den Sachverhalt klar gegliedert haben und mit Belegen untermauern können. Als Belege dienen Screenshots über den Auszahlungsantrag, die AGB, das Impressum und eventuell auch der Mail-Verkehr mit dem Admin, der aber gesondert aufgeführt werden müsste, beispielsweise in einer extra Datei. Auch bereits erfolglos durchgeführte Beitreibungs-Versuch können genannt und in Kopie mit gesendet werden. Damit sich der Beamte diese Unterlagen auch zu Gemüte führt, muss die Anzeige klare und unmissverständliche Angaben enthalten:

Der Geschädigte - das sind Sie, mit Ihrem Vornamen, Namen, Ihrer vollständigen Anschrift und Ihrer Telefon-Nummer (für eventuelle Rückfragen). Stellen Sie eine Anzeige wegen des Verdachts auf Betrug, die sich gegen den Admin richtet. Geben Sie auch dessen vollständige Personen-Daten an (Impressum). Nun können Sie auf Einzelheiten der "Tat" eingehen - bei welchem Paidmail-Dienst wurden Sie anscheinend betrogen, in welchem Zeitraum ist das geschehen, wo wurde die Tat begangen, wer ist der Verursacher. Belegen Sie Ihre Behauptungen mit den entsprechenden Screenshots und verweisen Sie auf möglicherweise weitere Geschädigte. Und vergessen Sie das Wichtigste nicht: Erbitten Sie eine Bestätigung über den Erhalt an Ihre eMail-Adresse.

Sie sollten Ihre Erwartungen allerdings erst einmal gering halten, da in vielen Fällen versucht werden wird, Ihre Anzeige als unverhältnismäßig hoch im Aufwand gegenüber der Schadenssumme abzustempeln und diese fallen zu lassen. Hier zahlt sich Beharrlichkeit aus, der Verweis auf Ihr Recht als Bundesbürger, die Gesetze zu bemühen, ist ein gutes Argument. Ein gutes Argument könnte auch sein, dass Sie dem Admin eine Kopie Ihrer Anzeige weiterleiten. Es soll Fälle gegeben haben, in denen totgeglaubte Admins von einem Tag auf den anderen wieder auftauchten und sich um einige Auszahlungen bemühten.

Ihnen eine gute neue Woche !

Freundlichst grüßt Sie

Frank Gruler
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Quelle : Paid4-News ( Bei Paid4-News anmelden )

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