Autoregger im Paid4

Lieber Leser,

was wäre das Paid4 ohne neue User ? Tagtäglich registrieren sich Internet-Nutzer bei Paidmail-Diensten, die zuvor noch nie etwas von einem Paid4 gehört haben. Ein Großteil dieser User wird über einzelne Paid4-externe Seiten zugeführt, maßgeblich beteiligt sind dabei automatische Registrierungs-Systeme, die dem User einen Teil seiner Aufgaben beim Eintrag der persönlichen Daten abnehmen. Diese sogenannten Autoregger geben Anlass zur Diskussion. Immer wieder mal beschließt ein Paidmail-Dienst, Anmeldungen über Autoregger zu untersagen, als jüngstes Beispiel wäre Briep.de zu nennen.

Autoregger im Paid4


Mittlerweile hat sich ein "kleines Lager" von Admins gebildet, die sich gegen die Verwendung von Autoreggern für die Mitgliederwerbung bei ihren Paidmail-Diensten aussprechen. Als Hauptargument für ein Regger-Verbot wird ein hoher Prozentsatz inaktiver User unter den so geworbenen Mitgliedern ins Feld geführt. Zudem würden sich durch Regger-Anmeldungen die IP-Adressen überschneiden, also bei Anmeldungen über einen Regger die Übermittlung der Userdaten bei allen gewählten Paidmail-Diensten über die gleiche IP-Adresse erfolgen. Nun hegen manche unerfahrene Admins den Verdacht, dass sich dies negativ auf die Vergütungen von Netzwerk-Mails auswirkt, da Netzwerke nur eine Vergütung pro IP-Adresse und Paidmail zulassen. Darüber hinaus wäre nicht auszuschließen, dass es sich bei den gleichen IP-Adressen nach einer Regger-Anmeldung um Fake- bzw. Mehrfachregistrierungen handeln könnte.

Diese Ansicht beruht allerdings auf einem Irrtum. Die Neu-Registrierungen werden zwar von dem Autoregger unter der gleichen IP-Adresse in die Datenbanken eingetragen, alle anderen Aktivitäten nach dem Klick auf den zugesandten Bestätigungslink (nach der Registrierung) oder nach einem ersten Login werden unter der regulären IP-Adresse des User-Rechners aufgezeichnet. Überschneidungen sind nicht mehr möglich, die Netzwerk-Vergütungen werden entsprechend für alle bestätigten Mails gutgeschrieben.

Was hat es aber mit der Aktivität der über einen Autoregger geworbenen User auf sich ? Ist diese tatsächlich deutlich geringer als bei anders geworbenen Usern ? Verschlechtern User, die über Autoregger kommen, die Bestätigungsraten eines Paidmail-Dienstes und wird diese von den Sponsoren wirklich so hoch bewertet ? Dies alles zumindest vermuten die Admins unter den Gegner von Autoregger-Systemen als Registrierungsweg für neue User.

Anderen Betreibern von Paidmail-Diensten scheint es wiederum vollkommen egal zu sein, ob User eine stattliche Bestätigungsrate aufweisen können, jedes Mitglied wird als potentieller Kunde angesehen. Es spricht ja auch nicht unbedingt etwas dagegen, Angebote dann zu nutzen, wenn man gerade etwas benötigt. Hier nehmen wir als Beispiel einen "Gutverdiener", dem die üblichen Brosamen aus dem Paid4 (geringe Verdienste durch Mailklicken) reichlich unbedeutend vorkommen, der sich aber eine Wohnungseinrichtung über das Internet bestellen will. Jeder Admin würde sich die Finger schlecken nach der zu erzielenden Provision für einen derartigen Kauf - unbeachtet einer Bestätigungsrate...

Ins reale Leben übersetzt kann man sich eine Inaktiven-Bereinigung bei Paidmail-Diensten etwa so vorstellen: Jeder Mensch darf ein Kaufhaus besuchen, gerne und immer wieder. Hat er aber bei seinem zehnten Besuch noch nichts gekauft (ist also inaktiv), bekommt er Hausverbot erteilt. Sind genügend Hausverbote erteilt worden, müssen neue Kunden generiert werden. Aber bitte nur aktive ?

Doch warum legen Admins teilweise solch großen Wert auf User-Aktivität ? Man darf annehmen, dass diese Einstellung aus dem Paid4 der zurückliegenden Jahre stammt, als angeblich Vieles besser war. Die Sponsoren-Gelder flossen noch reichlich, mit jeder Mail-Bestätigung verdiente auch der Admin einen kleinen Anteil. Je aktiver die User also waren, desto mehr blieb beim Admin hängen. Das Klicken wurde also über lange Jahre protegiert - eine hohe Bestätigungsrate als wichtigstes Verdienstkriterium für einen Paidmail-Dienst angesehen. An dieser eingefahrenen Einstellung wird gerne festgehalten, obwohl sich die Rahmenbedingungen im Paid4 gerade in den letzten 2 - 3 Jahren erheblich geändert haben. Als Verdienstmodelle werden derzeit vornehmlich Leads und Sales angestrebt - weg von Massenmail-Versand, hin zu wenigen und ausgesuchten Paidmails.

Die Gründe für die mögliche Inaktivität eines Users in der Tatsache zu vermuten, dass er über einen Autoregger zu einem Portal gestoßen ist, ist nur bedingt nachzuvollziehen - wenn man ins Kino geht, gefällt der Film oder er gefällt nicht, es spielt keine Rolle, ob man als Kino-Besucher mit der Bahn oder dem Taxi angereist ist. Auch Earnstar, Questler oder Euroclix haben inaktive Mitglieder, die aber vor einer rigorosen "Rundumschlag-Inaktivenbereinigung" bislang verschont geblieben sind. Diese professionellen Dienstleister werden wissen, warum...

Ein vielfach zitiertes Argument für eine hohe Bestätigungsrate (und das gleichzeitige Verbot von Autoreggern) weist auf die Annahme hin, dass Sponsoren besonderen Wert auf eine hohe User-Aktivität legen (gleichgesetzt mit hoher Bestätigungsrate ?). Nach Wissen und aktueller Kenntniserlangung der Paid4-News sind aber Sponsoren lediglich an einer hohen Konversions-Rate interessiert und daran, möglichst viele potentielle Kunden zu erreichen. So wird ein Sponsor für seine Werbeschaltung einen Paidmail-Dienst mit 10.000 Mitgliedern und einer Bestätigungsrate von 10 % deutlich einem Portal mit 1000 Usern und einer 100 %-Bestätigungsrate vorziehen.

Um wieder auf das Verbot von Autoreggern zu sprechen zu kommen - ein Problem verursachen diese im Gesamten schon: Meist unerfahrene Paid4-Nutzer werden bei 20-30 Diensten angemeldet (kaum ein "Neuling" selektiert die vorgegebene Auswahl), die wahllos zusammengestellt werden und oftmals bis zu 100 Mails pro Tag versenden (Vorab-Einstellung bei der Registrierung). Ergebnis: Ein vorsichtiges Schnuppern in das Paid4 wird umgehend mit 500 Mails aufwärts im Postfach pro Tag "belohnt". Wen wundert da noch eine mangelnde Aktivität ?! Zumindest professionelle Autoregger-Betreiber achten darauf, dass neue Paid4-User nicht derart mit Mails zugeschüttet werden können, und diese neuen User nicht gleich die Lust auf Paid4 verlieren und inaktiv werden. Eine hohe Aktivitätsrate ist die Folge daraus.

Es liegt also auch in der Verantwortung der Regger-Betreiber, hier scritpinterne Änderungen vorzunehmen, damit neue Paid4-User nicht mit Hunderten von Mails bombardiert werden. Freilich wäre es in diesem Zusammenhang einfacher, wenn die Admins eine niedrige Mail-Anzahl als Vorab-Einstellung wählen. Darüber haben es die Admins wie keiner sonst in der Hand, die Aktivitätsrate oder Bestätigungsrate zu beeinflussen. Eine Selbstbeschränkung in der Mailanzahl, ausgesuchte Angebote, eine "fassbare" Vergütung (0,1 Cent pro Paidmail) und Kundenfreundlichkeit (Support) würden also der User-Aktivität weitaus mehr zugute kommen als ein wenig durchdachtes Verbot von Autoreggern. Es kommt übrigens durchaus öfter vor, dass sich User gezielt bei einem Dienst anmelden, indem sie eine Autoregger-Seite mit den aufgelisteten Diensten durchforsten. Diese sind gleichzusetzen mit bewussten Einzel-Registrierungen - der Weg über den Banner auf der Reggerseite ist ihnen aber untersagt. Hier schneiden sich die "Verbieter" ins eigene Fleisch. Unbeantwortet bleibt auch die Frage, inwieweit eine Gleichbehandlung von Usern gewährleistet bleibt, wenn die einen etwas dürfen, was den anderen untersagt wird - durchaus nicht immer mit deren Wissen und voraussetzendem Einverständnis !

Es sei noch darauf hingewiesen, dass das Betreiben von Autoreggern durchaus ein hartes Brot darstellt. Erfolgreiche Werbung kostet viel Geld; meist mehr, als durch die eventuell vermieteten Reggerplätze eingenommen werden kann (zumindest, wenn die Kunden zufriedengestellt werden sollen). Da dies nicht alle Anbieter beherzigen, gilt es auch in diesem Bereich, ein seriöses Paid4 zu unterstützen. Mit einem generellen Regger-Verbot allerdings läuft man Gefahr, als Paidmail-Dienst mit einer überschaubaren Zahl von Usern zu stagnieren. Damit ist auf Dauer auch niemanden geholfen - denn sowohl Paidmail-Dienste als auch das Paid4 insgesamt sind auf den permanenten Zustrom neuer Mitglieder angewiesen.

Fazit: Jeder Paidmail-Dienst, der die Registrierung über Autoregger verbietet und/oder regelmäßige Inaktiv-Löschungen vornimmt, schadet nicht nur dem eigenen Dienst, sondern dem gesamten Paid4. Zudem ist es rechtlich gesehen fragwürdig, einem Mitglied Vorschriften zu machen, über welchen Weg dieser den Weg zu einer Online-Plattform finden darf. In diesem Sinne wäre auch ein Autoregger-Verbot ein Grund, Paidmail-Dienste, die dieses Verbot aufrechterhalten wollen, als unseriös zu bezeichnen. Eine entsprechende Listung werden sich die Paid4-News vorbehalten.

Ihnen einen angenehmen Tag !

Freundlichst grüßt Sie

Frank Gruler
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Quelle : Paid4-News ( Bei Paid4-News anmelden )





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